Das Dettinger Zunfthaus

Schon seit Jahren war die Narrenzunft Dettingen auf der Suche nach einer Möglichkeit, die vielfältigen Dinge, die der Verein im Laufe der Zeit angesammelt hatte, einzulagern. Die ganze Gerätschaft war immer in vielen Scheuern, über das ganze Dorf verteilt, eingelagert. So bemühte man sich seit 1992 um den Bau eines Schuppens der diese ganzen Dinge aufnehmen sollte. Erst 1999, im Zuge der Neuordnung des alten Sportplatzes, konnte sich der Verein den Traum erfüllen und sich ein Gebäude schaffen welches die Utensilien der Narrenzunft aufnehmen sollte.

Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung im Frühjahr 1999 wurde wenige Tage später schon das Baugesuch bei der Ortsverwaltung eingereicht und nach nur wenigen Wochen konnten Anfang August die Aushubarbeiten getätigt werden.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Innerhalb kürzester Zeit wurde mit Hilfe von Karl Merk und des Schaufelladers von Kanal Beck mehr als 100 Tonnen Schotter mittels Schubkarren in die Baugrube eingebracht. Und Anfang September konnte auch schon die Bodenplatte betoniert werden.

Am 7. September 1999 war es dann soweit und es wurden durch Herrn Oberbürgermeister Tappeser und seine Frau, Ortsvorsteher Gottfried Wiest, Zunftmeister Hans-Albert Schaupp sowie Bauleiter Bernhard Rauscher die ersten Steine auf die neue Bodenplatte gemauert.

Von da an konnte man den Bau täglich wachsen sehen. Innerhalb kürzester Zeit konnte man, auch Dank eines Bundes mit dem Wettergott und der unermüdlichen Energie der Vereinsmitglieder, die Zwischendecke einlegen. Teilweise ging es sogar so schnell voran, dass die Elektroinstallationen, die zum Teil gleich mit erledigt wurden, kaum Schritt halten konnten.

Schritt für Schritt ging es voran und teilweise wurde bis spät in die Nacht, unter Einsatz von starkem Flutlicht, Kniestöcke und Giebel erstellt.

Danach war Frauenpower angesagt. Die Rammertweible waren nämlich nicht nur für die erstklassige Verpflegung der Arbeiter verantwortlich, sie arbeiteten auch tatkräftig mit als es darum ging die zahlreichen Balken zu hobeln und mit den erfoderlichen Balkenschuhen und Winkeln zu versehen.

So konnte man auch schon am ersten Novemberwochenende das Dach aufrichten und den wohlverdienten Schmaus im Jugendhaus einnehmen.

Eine Woche später wurde dann das Dach unter der Mithilfe von fast 40 Personen eingedeckt und der Bau winterfest gemacht. Und kaum war diese Arbeit getätigt schlug auch das Wetter seine Capriolen und selbst Sturm "Lothar" verschonte das Haus nicht wenngleich er den Verein auch nur 45 Ziegel kostete. 

Im Jahre 2002 wurde dann der Zunftraum im Obergeschoß ausgebaut. Neben zwei Dachgauben wurde auch eine Feuertreppe angebracht. Des weiteren wurden ein Aufzug sowie eine Küchenzeile eingebaut.

Heute steht das Zunfthaus zur vielfältigen Nutzung bereit. Neben zahlreichen Vereins- und Privatfesten werden auch viele Utensilien der Narrenzunft im Haus gelagert.

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